Schloßplatzspringbrunnen, Doppelbrunnenanlage am Schloßplatz, Stuttgart, Deutschland.
Der Schloßplatzspringbrunnen besteht aus zwei identischen Brunnensystemen mit runden Becken, zentralen Kelchen und mehreren Wasseretagenen, die in Sammelbecken münden. Die Konstruktion nutzt eine symmetrische Anordnung, die das Zentrum des Platzes strukturiert und den Raum gliedert.
Die Brunnen entstanden 1863 nach Entwürfen des Architekten Christian Friedrich von Leins und des Bildhauers Karl Kopp als Tribut an Wilhelm I. von Württemberg. Sie prägen seit jeher die Mitte des Platzes und haben mehrere Umgestaltungen des öffentlichen Raums überdauert.
Die acht Figuren rund um die Brunnen stellen bedeutende Flüsse Württembergs dar: Neckar, Kocher, Fils, Enz, Donau, Nagold, Tauber und Jagst. Diese Darstellungen zeigen die Verbindung zwischen Wasser und der regionalen Landschaft, die für die Gegend so wichtig ist.
Die Brunnen speisen sich von Mai bis Oktober mit Wasser und bilden ein zentrales Treffpunkt auf dem Hauptplatz der Stadt. Der Platz selbst ist über mehrere Straßen gut erreichbar und wird von Geschäften, Cafés und öffentlichen Verkehrsmitteln begrenzt.
Die ursprünglichen Figuren des nördlichen Brunnens gingen 1945 verloren, wurden aber anhand historischer Fotografien rekonstruiert und 1989 von Doris Schmauder in Aluminium neu gegossen. Diese Restauration zeigt, wie die Stadt ihr Gedächtnis bewahrt hat, während sie gleichzeitig modern blieb.
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