Merkursäule, Historische Säule am Schillerplatz, Stuttgart, Deutschland
Die Merkursäule ist eine historische Säule in der Nähe des Schillerplatzes in Zentralstuttgart und prägt das Stadtbild mit ihrer markanten Höhe und der vergoldeten Merkurfigur an der Spitze. Das Bauwerk verbindet konstruktives Design mit kunstvoller Verzierung und bildet einen Blickfang im Straßenbild zwischen Schillerplatz und Planie.
Die Säule wurde 1598 nach Plänen von Heinrich Schickhardt als Wasserturm erbaut und ist mit der Nordostecke der Alten Kanzlei verbunden. 1862 ersetzte die etwa drei Meter hohe Figur des „Schwebenden Merkur“ den bisherigen Wasserkasten; der Hofbildhauer Ludwig von Hofer schuf sie nach einem Bronzebild von Giovanni Bologna aus dem Jahr 1580. Der ursprüngliche Zinkguss wurde im Zweiten Weltkrieg beschädigt und 1995 durch einen vergoldeten Bronzeguss der Kunstgießerei Strassacker in Süssen ersetzt.
Die Säule trägt den Namen des römischen Gottes Merkur, der als Schutzpatron des Handels galt und für die Handelsstadt Stuttgart eine besondere Bedeutung hatte. Besucher sehen heute noch die feingearbeiteten Details am Kapitell, die von Künstler Wendel Dietterlin geschaffen wurden und das handwerkliche Können der Renaissance widerspiegeln.
Die Säule steht an der Nordostecke der Alten Kanzlei, auf der Linie zwischen Stiftskirche und Jubiläumssäule, gegenüber dem nordwestlichen Eingang des Alten Schlosses. Eine Holztür an ihrer rechten Seite führt ins Innere, doch dieses und die Wendeltreppe zur Aussichtsplattform sind nicht für den Publikumsverkehr freigegeben.
Die vergoldete Figur ist ein Bronzeguss von 1995 aus der Kunstgießerei Strassacker in Süssen; er ersetzte eine im Zweiten Weltkrieg beschädigte Zinkgussstatue. Der Hofbildhauer Ludwig von Hofer hatte sie nach Giovanni Bolognas bronzenem Merkur von 1580 kopiert, vergoldet und statt auf eine Luftsäule auf eine Halbkugel gestellt.
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