Burg Ramsberg, Mittelalterliche Burgruine in Heiligenberg, Deutschland
Burg Ramsberg ist eine mittelalterliche Burgruine in Heiligenberg in einer Höhe von etwa 650 Metern. Die Ringmauer ist teilweise erhalten und wurde in das heutige Messnerhaus integriert.
Die Hügelburg wurde im 11. Jahrhundert von den Grafen von Pfullendorf als herrschaftlicher Sitz errichtet; Rudolf II., der letzte männliche Vertreter der Dynastie, nannte sich teils von Ramsberg, ab 1171 nur noch von Pfullendorf, und 1181 erlosch die Familie. Nach dem Wegzug der Grafen verwalteten Ministerialen den Ort. 1409 verkaufte Hans von Homburg die Hälfte der Burg mit Großschönach an das Heilig-Geist-Spital zu Überlingen, das 1423 die andere Hälfte kaufte; der Burgturm wurde daraufhin gekappt und bedacht, die Dachbalken sind auf 1432 datiert.
Die Wallfahrtskapelle St. Wendelin, in die einstige Burgstelle eingebaut, vereint romanische und gotische Bauteile; ihre Chorfresken stammen von 1467. Die Kapelle ist der Gottesmutter Maria geweiht. Unweit davon, im Ramsberger Tobel, zieht eine 1908 von Großschönacher Bürgern errichtete Lourdesgrotte Gläubige an, besonders im Monat Mai.
Die Burgruine ist über einen Wanderpfad erreichbar, der vom Friedhof Großschönach startet und durch eine junge Moränenlandschaft führt. Der Zugang ist ganzjährig möglich und die Strecke bietet moderate Schwierigkeiten.
Die Kapelle auf der Burgstelle, dem heiligen Wendelin geweiht, wurde 1467 mit spätgotischen Fresken ausgemalt. Der Burgturm wurde nach 1409 gekappt und mit einem Dach versehen; die Dendrochronologie der Dachbalken ergab ein Schlagdatum von 1432.
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