Aachtobel, Naturschutzgebiet in Frickingen, Deutschland.
Das Aachtobel ist ein Naturschutzgebiet, das sich über die Gemeinden Frickingen, Owingen und Überlingen erstreckt und verschiedene Lebensräume in unterschiedlichen Höhenlagen bietet. Die Landschaft ist geprägt von Wäldern, Bächen und steilen Hängen, die ein vielfältiges Mosaik aus Natur schaffen.
Der Aachtobel wurde mit Verordnung des Badischen Ministers des Kultus und Unterrichts vom 24. März 1939 unter der Nummer 4.057 zum Naturschutzgebiet erklärt und zählt damit zu den ältesten Deutschlands. Zuständig ist heute das Regierungspräsidium Tübingen. Das Gebiet umfasst rund 72 Hektar: 52 auf Owinger, etwa 15 auf Überlinger und fast sechs auf Frickinger Gemarkung.
Am Südrand der Schlucht liegt der Wallfahrtsort Maria im Stein, dessen Kapelle viele Votivtafeln enthält. Eine Tafel berichtet, Alberto von Bodmann habe nach glücklicher Flucht aus türkischer Gefangenschaft an diesem Ort, wo er seine Heimatburg zum ersten Mal wieder erblickte, getreu seinem Gelöbnis der Mutter Gottes eine Kirche erbaut; er starb im Jahr 1217.
Das Gebiet ist am besten zu Fuß erkundet, wobei verschiedene Wege durch die Täler und Wälder führen. Besucher sollten stabiles Schuhwerk tragen, da die Wege uneben sein können und einige Stellen steil abfallen.
Hier wächst das Große Zweiblatt, Orchidee des Jahres 1992, und der Ulmen-Zipfelfalter ist auf die Ulmen der Schlucht angewiesen. Die Wallfahrtskapelle Maria im Stein am Südrand birgt Votivtafeln; eine nennt Alberto von Bodmann, der nach glücklicher Flucht aus türkischer Gefangenschaft eine Kirche erbaute und 1217 starb.
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