Burg Roßlau, Mittelalterliche Burg in Dessau-Roßlau, Deutschland.
Burg Roßlau ist eine Niederungsburg in der Straße Am Schlossgarten 18b in Roßlau, Dessau-Roßlau, mit einem Wohnturm und einer Ringmauer aus der Zeit vor 1400, errichtet an der Stelle einer slawischen Siedlungsburg. Drei Wassergräben umgeben die Rundburg, die bis ins 16. Jahrhundert erweitert wurde. Ein 1740 in der Nähe errichtetes Jagdschloss war einst durch eine Brücke mit der Burg verbunden.
Die Burg wurde im 12. Jahrhundert auf Grundlagen einer älteren slawischen Siedlung errichtet. Bedeutende Umgestaltungen fanden in den 1830er Jahren unter Herzog Heinrich von Anhalt-Köthen statt, die dem Gebäude sein heutiges Aussehen gaben.
Der Name Roßlau erscheint 1358 als rozlowe dat hus, eine slawische Form, die genannt wird, als die Fürsten von Anhalt die Burg von den Lindauer Grafen zurückkauften. Der Förderverein Burg Roßlau veranstaltet zu Ostern einen Ostermarkt und am 2. Advent-Wochenende einen großen Adventsmarkt; die theaterBurg Roßlau zeigt im oberen Burghof Ende Juli/August den Burgtheatersommer Rosslau.
Burg Roßlau und das benachbarte Jagdschloss liegen an der Straße Am Schlossgarten 18b im Stadtteil Roßlau; beide Gebäude stehen derzeit leer und sind nicht zu besichtigen. Genutzt wird das Gelände nur bei den Open-Air-Veranstaltungen im Sommer sowie beim Oster- und Adventsmarkt des Fördervereins Burg Roßlau e.V. Im oberen Burghof findet Ende Juli/August der Burgtheatersommer Rosslau statt.
Bei Ausgrabungen auf dem Burggelände kamen eine Schachfigur und ein goldener Ring zutage, der Roßlauer Treuering, wohl einer der ältesten Eheringe Deutschlands. Der mittelalterliche Wohnturm besaß zudem eine Steinkammer-Luftheizung, die für diese Zeit selten war.
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