Burg Scheventorf, Kulturdenkmal Burg in Bad Iburg, Deutschland.
Burg Scheventorf ist eine ehemalige Wasserburg und ein früheres Rittergut in Bad Iburg, deren Renaissance-Hauptgebäude um 1552 errichtet wurde. Ein Fachwerk-Verbindungsbau zwischen dem Hauptgebäude und dem ehemaligen Gefangenenturm stammt aus dieser Zeit und gilt als älteste bestehende Fachwerkkonstruktion des Osnabrücker Landes. Am Eingang befindet sich das Wappen derer von Hake.
Das Geschlecht Scheventorf, seit 1252 in Osnabrücker Urkunden nachweisbar, gab der Burg ihren Namen. 1365 verkaufte Johann von Scheventorf sie an Lubbert van Budde, der sie im selben Jahr an Ludwig von Hake weiterverkaufte. Johann von Hake und seine Frau Sidonie von Dincklage errichteten 1552 den heutigen Renaissancebau. 1662 wurde die Burg an Georg Christoph von Hammerstein verkauft und 1664 gegen Gesmold eingetauscht.
Das Wappenschild am Eingang zeigt die Familie von Hake, die den Renaissancebau prägte und die Reformation in der Region unterstützte. Besucher sehen heute noch die Spuren dieser Verbindung in den Details des Anwesens.
Die Burganlage befindet sich heute in privatem Besitz und wird als Landwirtschaftsfläche genutzt, daher ist sie für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Besucher sollten die Privatgrundstücke respektieren und nur von außen betrachten.
Die Sage von Anna von Hake, die während des Dreißigjährigen Kriegs wegen einer nicht standesgemäßen Liaison lebendig in der Burg eingemauert wurde, hielt der Priester und Schriftsteller Bernhard Köster in einem 1924 veröffentlichten Geschichtsroman fest. Materielle Spuren von ihr sind am Ort nicht belegt.
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