Burg Frauenberg, Mittelalterliche Burgruine in Feuerbach, Stuttgart, Deutschland
Burg Frauenberg ist eine Burgruine auf einer Anhöhe in Stuttgart-Feuerbach. Der zentrale Turm war etwa 20 m hoch; erhalten ist nur der Turmsockel mit 3 bis 3,8 m dicken Mauern. Der kleine Innenraum, um 1390 als Gefängnis genutzt, ist an der Wendeplatte der Straße An der Burg noch zu sehen.
Die Burg Frauenberg wurde zwischen 1220 und 1250 erbaut, worauf Steinmetzzeichen auf den Buckelquadern hindeuten, und am 1. Juli 1251 erstmals urkundlich erwähnt; erster bekannter Burgherr war Wolfram von Frauenberg. Ab Ende des 14. Jahrhunderts waren sieben Familien Mitinhaber, wodurch sie zur Ganerbenburg wurde. 1481 kaufte Graf Eberhard im Bart die verbliebenen Hälften der Burg, des Dorfes Feuerbach und des Weilers Botnang, womit die Gesamtherrschaft an Württemberg fiel. Die Burg verfiel und wurde als Steinbruch ausgebeutet, vorwiegend für die Stuttgarter Stadtmauer, sodass zu Beginn des 16. Jahrhunderts keine sichtbaren Reste mehr vorhanden waren.
Der rot-silberne Schild der Herren von Frauenberg war bis 1933 das Wappen Feuerbachs. Ab dem späten 14. Jahrhundert war die Burg eine Ganerbenburg von sieben Familien, darunter die Helmstatt und die Schenken von Winterstetten. Im Turm lag ein bis heute sichtbarer kleiner Kerker, in den die Ritter Wilhelm und Peter von Helmstatt um 1390 Kölner Kaufleute sperrten.
Erhalten sind nur die Grundmauern des Turms; sie sind an der Wendeplatte der Straße An der Burg in Stuttgart-Feuerbach zu sehen. Die Reste wurden 1971 entdeckt und 1973 gesichert, damals entstand eine kleine Anlage darum. Die Stelle liegt auf der Höhe über dem Feuerbacher Tal, nicht an der Talstraße.
Rund 1390 wurde der Turm als Gefängnis genutzt, in dem zwei Ritter Kaufleute gefangen hielten und zur Zahlung von Lösegeld zwangen. Erst die Intervention von Graf Eberhard II. beendete diese illegale Aktivität.
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