Burg Stapelburg, Mittelalterliche Burg in Nordharz, Deutschland.
Die Burg Stapelburg ist die Ruine einer Höhenburg auf einem Hügel, der sich etwa 20 Meter über das Dorf Stapelburg am Nordrand des Harzes erhebt. Am Südrand des Plateaus steht ein Mauerrest aus Bruchsteinen mit Fenster- und Tordurchbrüchen; weiter nördlich führt eine verschlossene Tür in einen rekonstruierten Kellerraum, der als Veranstaltungsraum dient und dessen Entlüftungsschacht als Brunnenimitation gestaltet ist.
Die Grafen von Wernigerode erbauten die Burg vor 1306, um eine wichtige Verkehrsroute zwischen ihren Ländern zu überwachen. Später erwarb das Bistum Halberstadt die Anlage und nutzte sie für die Kontrolle und Sicherung seiner Gebiete.
Die Burg spiegelt die Bauweise wider, die für Adelssitze im nördlichen Harzraum typisch war. Besucher sehen noch heute die kräftigen Mauern und Wehrgänge, die zeigen, wie solche Burgen im Mittelalter aussahen und funktionierten.
Der Zugang zum Burgberg beginnt an der Kirche des Dorfes, wo auf halbem Weg ein Kriegerdenkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges steht. Eine daneben stehende, sehr große alte Linde, die unter Naturschutz stand, wurde am 7. Februar 2022 durch eine Sturmböe zu Fall gebracht. Ein Fahrweg auf den Berg beginnt am Ortsausgang.
Die Anlage war ursprünglich eine Zollstation, die Waren und Reisende auf der durchführenden Straße kontrollierte und Gebühren erhob. Dieser wirtschaftliche Aspekt machte die Burg besonders wertvoll und zog später das Interesse der kirchlichen Institutionen an.
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