Burg Hausfreden, Mittelalterliche Burgruine in Freden, Deutschland.
Burg Hausfreden ist eine mittelalterliche Burganlage in Freden, deren Steinmauern und Fundamente auf einem erhöhten Gelände erhalten sind. Die Überreste zeigen deutlich die Anordnung der einstigen Festung mit ihren Befestigungswerken und Strukturen.
Die Herren von Freden errichteten die Burg um 1344, nachdem der Hildesheimer Bischof ihnen das Befestigungsrecht verliehen hatte. 1382 verkauften sie die Hälfte an die Welfen, die sie den Herren von Wettberg als Pfand überließen; ab 1400 nutzten die Herren von Reden die Burg als Raubritterbasis. Im Mai 1402 belagerte ein Bündnis aus Bischof, Welfenherzögen und Städten sie mit 2000 Mann und der Göttinger „Grote Busse“; die Burg wurde eingenommen und geschleift, nicht wieder aufgebaut.
Der Name Hausfreden verweist auf die Herren von Freden, die 1344 vom Hildesheimer Bischof mit dem Ort belehnt wurden und wenige hundert Meter südöstlich der Burgstelle eine bis heute bestehende Domäne bewirtschafteten. Die Sage berichtet, dass die Verteidiger bei der Belagerung 1402 nach einem Rohrkrepierer einen Ausfall machten und entkamen.
Der Ort ist über markierte Wanderwege vom Stadtzentrum Fredens erreichbar und verfügt über Informationstafeln, die die Geschichte und Struktur erklären. Besucher sollten festes Schuhwerk tragen, da das Gelände uneben ist und die Wege über Naturgrund führen.
Die Grabung von 1962 förderte Keramikreste, einen eisernen Ring und einen Eisensporn zutage, die dem aus den Quellen bekannten 14. Jahrhundert entsprechen. Erhalten ist zudem ein tiefer, in den Fels gehauener Abschnittsgraben, der das Plateau vom anschließenden Bergrücken trennt.
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