Burg Lichtenstein, Mittelalterliche Burgruine in Dorste, Deutschland.
Burg Lichtenstein ist eine Burgruine auf dem 260,9 m hohen, bewaldeten Lichtenstein zwischen Förste und Dorste. Der kreisrunde Burghügel von etwa 50 m Durchmesser ist von einem Ringgraben und einem vorgelagerten Wall umgeben, die Gesamtanlage misst etwa 90 m im Durchmesser. Einziger Steinrest ist ein 9 m langes, 4,5 m hohes und 1 m starkes Teilstück der Ringmauer aus hellem Gipsstein an der Nordseite des Hügels.
Die Burg Lichtenstein wurde 1404 und 1406 erstmals als Eigentum Herzog Erichs I. von Grubenhagen urkundlich bezeugt. Nachdem der Ritter Herwig von Utze 1438 Goslar überfallen hatte, wurde die Burg 1439 erobert und abgebrannt, aber bald wieder aufgebaut; ein Streit um den Besitz zwischen den Herzögen und der Stadt Goslar wurde am 7. April 1442 durch den Schiedsspruch Osterodes beigelegt. Im 15. Jahrhundert wurde sie an verschiedene Ritter verpfändet, und eine Urkunde von 1567, die nur noch das Forstgebiet Lichtenstein nennt, lässt darauf schließen, dass die Burg nicht mehr bestand.
Wegen der hellen Gipssteine ihrer Außenmauer wurde die Burg früher auch Silberburg genannt. Der Name Lichtenstein erscheint in älteren Schreibweisen als Lechtensteyn und Lechtenstein. Nach dem Dreißigjährigen Krieg diente die Burgruine dem Räuber Hans Warnecke aus Eisdorf als Unterschlupf.
Man erreicht die Ruine über einen gekennzeichneten Wanderweg, der vom Dorfzentrum Dorste aus bergauf führt und etwa 45 Minuten dauert. Die Wege sind bei trockenem Wetter leicht zu begehen, können aber nach Regen rutschig werden.
Wegen der hellen Gipssteine der Außenmauer hieß die Burg früher Silberburg. Der erhaltene Mauerrest an der Nordseite des Burghügels ist 9 m lang, 4,5 m hoch und 1 m stark; Mauerfundamente zeigen, dass er zu einer Ringmauer um den gesamten Hügel gehörte.
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