Burgruine Milnrode, Burgruine in Deutschland
Burg Milnrode ist eine Burgruine in Bad Hersfeld, die auf einem bewaldeten Bergzug in etwa 270 Metern Höhe liegt. Die Anlage zeigt noch heute die Grundmauern der Oberburg von etwa 33 mal 23 Metern und einen erhaltenen Rundturm, wobei sich die Ruinen frei auf dem Gelände verteilen.
Die Burg wurde im 12. Jahrhundert von der Familie de Milnrode erbaut und wird erstmals 1184 urkundlich erwähnt, als ein Folpertus aus dieser Familie Besitzrechte hatte. Im 15. Jahrhundert übernahm die Familie von Buchenau die Anlage, später kaufte das Stift Hersfeld 1578 Teile des Geländes mit Feldern und Wiesen.
Der Name Burg Milnrode bezieht sich auf die Adelsfamilie de Milnrode, die diese Anlage im Mittelalter errichtete und prägte. Die Ruine steht heute als stille Erinnerung an die feudale Ordnung der Region und an die Rolle, die solche Burgen im Leben der Bewohner spielten.
Die Ruine ist frei zugänglich und kostenlos zu besuchen, ohne feste Öffnungszeiten. Das Gelande ist naturbelassen und nicht barrierefrei, mit unebenen Wegen zwischen den alten Mauern, was festes Schuhwerk und Vorsicht empfiehlt.
Ein kleiner Hof namens Schuchhof wurde auf den Ruinen der Burg errichtet und war bis 1610 bewohnt, bevor er aufgegeben wurde. Diese ungewöhnliche Nachnutzung zeigt, wie Menschen mittelalterliche Überreste in ihre alltägliche Lebenswelt integrierten.
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