Burg Hohenfels, Mittelalterliche Höhenburg in Imsbach, Deutschland.
Hohenfels ist eine Burgruine, die auf etwa 545 Metern Höhe im Beutelfels-Naturschutzgebiet liegt und noch immer Steinmauern und Wehranlagen aufweist. Von dieser Position aus konnte man die umliegende Landschaft überblicken und Handelswege kontrollieren.
Die Brüder Werner und Philipp von Bolanden wurden im 12. Jahrhundert mit der Burg belehnt; 1222 nannte Abt Caesarius von Milendonk sie „bonum castrum quod Hoviles appelatur“. Philipp III. von Bolanden-Hohenfels besaß sie bis 1277, seine Söhne teilten sie bis 1290. Im Frühjahr 1351 zerstörten Walram von Sponheim und Heinrich von Veldenz im Bündnis mit Speyer und Worms die Burg nach langer Belagerung; ein Vertrag verbot den Wiederaufbau.
Die Burg ist eng mit der Ortsgeschichte von Imsbach verbunden und zeigt, wie Adelsfamilien ihre Macht über die umliegende Region ausübten. Sie war mehr als nur eine Festung: Sie war Zentrum der lokalen Herrschaft und prägte das Leben der Menschen in der Gegend.
Der Zugang erfolgt über einen steilen Fußpfad, der von der Grube Weiße Grube beginnt und am Denkmal 'Der Eiserne Mann' im Langental vorbeiführt. Der Weg ist nicht leicht, daher sollten feste Schuhe und etwas Zeit eingeplant werden.
Bei Ausgrabungen 1932/33 fand der Speyerer Museumsdirektor Friedrich Sprater zahlreiche steinerne Schleuderkugeln aus der Belagerung von 1351; sie lagerten bis in die 1960er Jahre bei der Ruine, verschwanden nach und nach, und einige sind heute auf privaten Mauern in Imsbach zu sehen. Zudem fand er eine Sandsteinkugel, die auf eine kleine Steinbüchse deutet – einer der frühesten Belege für den Einsatz einer solchen Waffe bei einer Burgbelagerung in Deutschland.
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