Burg Ruppertsecken, Burgenruine in Ruppertsecken, Rheinland-Pfalz, Deutschland
Burg Ruppertsecken ist die Ruine einer Höhenburg auf dem Schlossberg auf 498 m ü. NHN in der Ortsgemeinde Ruppertsecken im Donnersbergkreis in Rheinland-Pfalz. Die Anlage wird auch Raubschloss genannt. Die Burg wurde 1344 erstmals erwähnt und 1470 nach einer Belagerung geplündert und niedergelegt; ein Wiederaufbau wurde verboten. Auf dem Burggelände wurde 1889 ein Wasserhochbehälter in Form eines mittelalterlichen Donjon errichtet.
Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1344, als die Grafen Ruprecht I. und Ruprecht II. von der Pfalz die Burg kontrollierten. Sie wurde 1470 während einer Belagerung zerstört und nie wieder aufgebaut.
Die Einheimischen nennen die Ruine Raubschloss. Eine Sage erzählt, dass bei der Belagerung 1470 die Gemahlin des Grafen ihren Mann auf dem Rücken aus der Burg trug und der Pfalzgraf sein Wort hielt und sie und die Verteidiger verschonte. Die Steine der Mauern wurden für Häuser im Dorf abgefahren, unter anderem für den 1869 errichteten Glockenturm.
Das Gelände ist über markierte Wanderwege erreichbar, die durch den Wald der Region führen und gut ausgeschildert sind. Besucher sollten festes Schuhwerk tragen, da der Weg teilweise steil ist und der Boden uneben sein kann.
Im Jahr 1889 wurde ein Wasserspeicher erbaut, dessen Architektur wie ein mittelalterlicher Bergfried gestaltet wurde. Dieses Bauwerk verbindet moderne Funktion mit historisierendem Design und zeigt, wie die Burgruine noch lange nach ihrem Niedergang die Baukultur der Region beeinflusste.
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