Burgstall Eselsburg, Mittelalterliche Burgruine in Herbrechtingen, Deutschland.
Eselsburg ist eine Burgruine in Herbrechtingen, die auf einem Felsen über dem Tal liegt und deren Mauerfragmente noch sichtbar sind. Ein beeindruckender Graben wurde damals direkt in den Stein gehauen, um die Befestigung zu verstärken.
Um 1200 als Sitz von Ministerialen der Grafen von Dillingen entstanden, wurde die Burg 1343 von der Familie von Eselsburg verkauft. Nach mehreren Besitzern wurde sie 1462 im Reichskrieg gegen das Herzogtum Bayern niedergebrannt. Nach dem Erwerb durch Württemberg ab 1593 geräumt, galt sie 1690 als gänzlich eingefallen.
Die Anlage zeigt, wie Adlige im Mittelalter ihre Macht durch Bauten demonstrierten und ihre Ländereien kontrollierten. Besucher sehen heute noch, wie die Lage auf dem Felsen solche Herrschaftsansprüche unterstreichen sollte.
Die Ruine liegt erhöht über der Ebene und ist über Wanderwege im Wald leicht erreichbar. Besucher sollten festes Schuhwerk tragen, da der Weg zu den Überresten über Waldpfade führt.
Die Renlinsche Forstkarte von 1591, aufbewahrt im Germanischen Nationalmuseum Nürnberg, zeigt auf dem kleinen Kern von 23 mal 30 Metern zwei Burghäuser mit Satteldächern und einen Turm mit Helm. Der aus dem Fels geschlagene Halsgraben ist etwa fünf Meter tief und vier bis fünf Meter breit.
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