Steiff-Fabrikhalle, Spielzeugfabrik und Museum in Giengen an der Brenz, Deutschland.
Die Steiff-Fabrik ist ein Produktionsgebäude und Museum in Giengen an der Brenz, das 1903 mit einer markanten Glaskonstruktion und großen Fenstern gebaut wurde. Die moderne Stahlrahmen-Architektur dieser Zeit schuf helle Arbeitsbereiche, die das Manufaktur-Handwerk unterstützten.
Margarete Steiff gründete das Unternehmen 1880 mit der Herstellung von Filzspielzeug, das schnell beliebt wurde. 1902 entstand hier der erste Teddybär mit beweglichen Gelenken, eine Innovation, die das Spielzeuggeschäft veränderte.
Das Gebäude war lange Zeit als "Jungfrauenaquarium" bekannt, ein Name, der seine vorwiegend weibliche Arbeitskräfte widerspiegelt. Diese Arbeiterinnen prägten die Produktionskultur in der frühen Fabrik und zeigen die Arbeitsrealität von Frauen in dieser Zeit.
Der Eingang ist über geneigte Rampen entlang der Fassade erreichbar, was dem Gebäude schon früh eine ungewöhnliche Barrierefreiheit gab. Besucher können die Fertigungsbereiche leicht durchqueren und das Innenleben des Produktionsprozesses erkunden.
Die Osthalle gilt als eine der ersten Vorhangfassaden-Konstruktionen in Deutschland, mit einem innovativen Stahlskelett und vollständig verglastem Außenwand-System. Diese Bauweise war damals revolutionär und beeinflusste die Fabrikarchitektur europaweit.
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