Spitzbubenhöhle, Archäologische Höhle in Herbrechtingen, Deutschland.
Die Spitzbubenhöhle ist eine archäologische Stätte in einem Kalksteingebilde, deren Eingang etwa sechs Meter über dem Talboden liegt. Das Höhlensystem erstreckt sich etwa 30 Meter in die Tiefe und enthält verschiedene Schichten mit Überresten aus der Vergangenheit.
Die Grabungen aus den 1970er Jahren zeigten, dass die Höhle während der späten Altsteinzeit von Menschen bewohnt wurde. Damals lebten Rentiere und Pferde in der Region, deren Knochen in der Höhle gefunden wurden.
Der Name Spitzbubenhöhle ist ein volkstümlicher Flurname und kein Fachbegriff der Archäologie. Die erste schriftliche Erwähnung der Höhle steht in der Oberamtsbeschreibung des Oberamtes Heidenheim von 1844. Eugen Gaus, Gründer des Museums Schloss Hellenstein, stattete dieses Museum zum Teil mit selbst ergrabenen Funden aus der Höhle aus.
Die Höhle liegt im Eselsburger Tal, einem geschützten Wandergebiet mit markierten Wegen vom Dorf Eselsburg aus. Ein Rundweg von etwa fünf Kilometern verbindet die Höhle mit anderen interessanten Punkten in der Landschaft.
Die Höhle enthält 14 verschiedene Gesteinsschichten, die unterschiedliche Zeiträume dokumentieren. Viele Werkzeuge wurden aus lokalem Jaspis und Feuerstein hergestellt, darunter möglicherweise auch ein Knochenwerkzeug, das bei der Fischerei verwendet wurde.
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