Hohlenstein-Stadel, Prähistorische Höhle im Lonetal, Deutschland
Das Hohlenstein-Stadel ist eine prähistorische Höhle im Lonetal mit zwei Haupthöhlen, deren größere sich tief in das Kalksteingestein erstreckt. Die Höhlenräume zeigen charakteristische Formationen aus verschiedenen geologischen Schichten und boten in früheren Zeiten Schutz und Platz für frühe menschliche Bewohner.
Die Höhle wurde 1939 archäologisch untersucht und enthüllte Mammutelfenbein-Fragmente, die später zu einer bekannten Tierfigur zusammengesetzt wurden. Diese Funde stammen aus einer Zeit vor etwa 40.000 Jahren und zeigen die wichtige Rolle des Ortes in der frühen menschlichen Besiedlung Europas.
Die Höhle war ein Ort, wo Menschen und Tiere über lange Zeit zusammenkamen, was man an den vielen hinterlassenen Überresten sehen kann. Heute erinnern die Funde daran, wie Menschen in dieser Region vor Tausenden von Jahren lebten und welche Arten von Tieren sie hier antrafen.
Der Eingang ist für Besucher zugänglich, bleibt aber während bestimmter Schutzzeiten für Fledermäuse und Vögel geschlossen. Es ist empfehlenswert, sich vorher zu erkundigen und eine geführte Tour zu buchen, um die Geschichte und die Besonderheiten des Ortes vollständig zu verstehen.
In der Höhle wurden 88 Schädel von Höhlenbären gefunden, ein außergewöhnlicher Fund, der zeigt, wie intensiv Tiere diesen Ort über lange Zeiträume nutzten. Diese große Menge an Skelettresten gibt Aufschluss über die Tierwelt und die Lebensbedingungen in der Eiszeit.
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