Burgruine Birkenstein, Burgruine in Leinefelde-Worbis, Deutschland.
Die Burgruine Birkenstein umfasst zwei mittelalterliche Burgstellen an der Westflanke des Wingert-Höhenzugs, etwa einen Kilometer südlich von Birkungen. Birkenstein I misst 70 auf 50 Meter mit abgerundeten Ecken; ein Steinbruch des 19. Jahrhunderts trug die meisten oberirdischen Mauern ab. Birkenstein II, 300 Meter nordöstlich, ist eine 19 auf 17 Meter große Anlage mit einem 3 Meter breiten Graben.
Birkenstein wurde 1256 erstmals urkundlich erwähnt, als Ernst von Birkenstein die Burg dem Kloster Reifenstein schenkte. Im 13. Jahrhundert gelangte sie an die Grafen von Gleichenstein, die sie 1287 an Mainz verpachteten und 1294 an Kurfürst Gerhard II. von Eppstein verkauften, wodurch das Eichsfeld bis 1802 zu Mainz gehörte. 1323 soll die Burg noch in gutem Zustand gewesen sein, wurde aber später aufgegeben; heute sind nur der Burggraben und eine mit Hochwald bewachsene Mauer erkennbar.
Der Name Birkenstein geht auf das gleichnamige Adelsgeschlecht zurück, das 1206 mit Reinher von Birkenstein erstmals fassbar wird. Eine Ortssage erzählt von der Kellerjungfrau: Sie versteckte sich bei einem Überfall im Burgkeller, überstand einen Sturm und soll später mit einem Reisigbesen gesehen worden sein. Die Sage prägt bis heute die Tradition in Birkungen.
Man erreicht die Ruine über markierte Wanderwege, die von Leinefelde-Worbis aus zugänglich sind und ganzjährig kostenlos besucht werden können. Die Wanderung auf die erhöhte Lage ist einfach zu bewältigen und der Ort ist zu jeder Jahreszeit erreichbar.
Die Sage der Kellerjungfrau wird in Birkungen bis heute erzählt: Beim Überfall auf die Burg versteckte sie sich im Vorratskeller, überstand den Sturm und suchte mit einem Reisigbesen im Dorf nach dem Ritter, der bei Frankenhausen gefallen war. Dass sie gestorben sei, wurde nie erzählt; jüngere Generationen wollen sie gesehen haben.
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