St. Bonifatius, Katholische Filialkirche in Leinefelde, Deutschland
St. Bonifatius ist eine katholische Filialkirche im Südstadt-Viertel von Leinefelde in Thüringen. Sie ist ein Zentralbau über unregelmäßig vieleckigem Grundriss mit zeltartigem Dach und einer offenen, von einem Kreuz bekrönten Vorhalle. Die weiße Fassade hat einen hohen Giebel mit einem kreuztragenden Aufsatz, eine kleine Glocke in einer Nische und ein verglastes Portal mit Regenbogen und einem Mosaik aus drei Engeln.
Das Gebäude wurde 1993 als letztes Kirchenbauprojekt unter dem Kirchenbauprogramm der Deutschen Demokratischen Republik fertiggestellt. Seine Entstehung fiel in die Wendezeit und markiert das Ende einer Ära staatlich geregelter Kirchenbauten.
Die große Rosette an der Altarseite stellt das Himmlische Jerusalem dar und wurde vom Künstler Christof Grüger in Glasarbeit gestaltet. Dieses Fenster prägt den Innenraum durch seine leuchtenden Farben und seine symbolische Darstellung der biblischen Vision.
Das verglaste Hauptportal öffnet sich in eine in den Bau einbezogene Vorhalle, der Eingang liegt also geschützt; innen ist die Kirche ein einziger vieleckiger Saal ohne Seitenschiffe. Die 1999 von Jehmlich angepasste Orgel steht auf einer Empore über einer Glaswand mit skizzenhaften Kreuzwegbildern. Das gläserne Kreuz an der Altarwand kam erst 2006 hinzu, ein wenig rechts der Mittelachse versetzt.
Statt eines Glockenturms trägt das Gebäude eine einzelne Glocke in einer Nische des Eingangsdachs, die von einem Kreuz gekrönt wird. Diese Lösung folgte baulichen und gestalterischen Überlegungen der Entstehungszeit.
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