Burgruine Falkenstein, Mittelalterliche Burgruine in Königstein im Taunus, Deutschland
Burg Falkenstein ist eine mittelalterliche Burgruine auf einem bewaldeten Höhenrücken bei Königstein im Taunus in Hessen. Erhalten sind Teile der Ringmauer, ein Bergfried, eine Schildmauer sowie eine alte Zisterne im Innenhof.
Die Burg wurde Mitte des 14. Jahrhunderts von den Herren von Bolanden-Falkenstein als Neu-Falkenstein errichtet, unmittelbar neben der älteren Burg Nürings. Erstmals erwähnt wurde sie 1364 im Zusammenhang mit dem Reichskrieg gegen Philipp VI. von Falkenstein. Nach dem Dreißigjährigen Krieg verlor sie an Bedeutung und verfiel; Teile waren bis etwa 1780 bewohnt, und der Abbruch wurde 1842 gestoppt.
Die Ruine zeigt noch heute typische Elemente mittelalterlicher Burgarchitektur: Tordurchgänge, Wehrgänge und Mauerreste, die Besucher zu Fuß erkunden können. Wer durch das Gelände läuft, bekommt ein gutes Bild davon, wie eine solche Anlage einst gegliedert war.
Die Ruine ist über beschilderte Wanderwege von Königstein im Taunus aus zu Fuß erreichbar, am Ausgangspunkt gibt es Parkmöglichkeiten. Der Aufstieg ist stellenweise steil, festes Schuhwerk ist daher empfehlenswert.
Den einzigen Keller im Burginneren legte in den 1970er Jahren der Männergesangsverein Falkenstein frei, der dort bis heute jedes Jahr im Sommer ein öffentliches Fest abhält. Bis in die 1980er Jahre lebte auf der Ruine eine kleine Gruppe Steinböcke, die der Opel-Zoo am Fuß des Burghain entsandt hatte.
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