Deserteurdenkmal, Historisches Denkmal in Bernau bei Berlin, Deutschland
Das Deserteurdenkmal ist ein Denkmal in Bernau bei Berlin, das aus einer bronzenen Relieftafel besteht, die einen gefesselten Deserteur mit verbundenen Augen vor einer von Schusslöchern durchlöcherten Wand zeigt. Das Relief befindet sich an der Stadtmauer in der Nähe des nördlichen Durchgangs und wird von einer Informationstafel begleitet.
Das Denkmal wurde am 15. Mai 1998 eingeweiht, an einem Tag, der als Tag der Kriegsdienstverweigerer begangen wird, um derer zu gedenken, die während des Zweiten Weltkriegs den Kriegsdienst verweigert haben. Es würdigt eine Gruppe von Menschen, die es ablehnte, an Kriegshandlungen teilzunehmen.
Der Name des Denkmals bezieht sich auf Soldaten, die sich der Armee entzogen haben. Die Inschrift mit Versen des Songwriters Gerhard Schöne würdigt deren Entscheidung, dem Gewissen zu folgen statt Befehlen zu gehorchen.
Der Ort ist leicht mit dem Rollstuhl zu erreichen und befindet sich in der Nähe der historischen Stadtmauer. Besucher sollten sich Zeit nehmen, um die Informationstafeln zu lesen, die einen besseren Einblick in die Geschichte geben.
Der Bildhauer Friedrich Schötschel, der das Werk schuf, war selbst als Jugendlicher 1942 zur Luftwaffe eingezogen und wurde später zum Kriegsgefangenen. Seine persönliche Erfahrung als Soldat verlieh dem Denkmal eine tiefe authentische Bedeutung.
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