Henkerhaus, Mittelalterliches Wohngebäude in Bernau bei Berlin, Deutschland
Das Henkerhaus ist ein Wohngebäude aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts mit einer charakteristischen Fachwerkstruktur und verputzter Fassade aus einer Renovierung im 19. Jahrhundert. Das Haus steht an der mittelalterlichen Stadtmauer und beherbergt heute ein Museum mit Informationen über die historische Funktion des Gebäudes und seiner Bewohner.
Das Gebäude entstand in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts und diente bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts als Wohnstätte und Arbeitsplatz des städtischen Henkers. Die Funktionalisierung des Hauses endete mit der Modernisierung der Rechtssysteme in Deutschland.
Der Name des Hauses verweist auf die historische Rolle seines Bewohners, des Henkers oder Scharfrichters, der dort lebte und arbeitete. Besucher können heute sehen, wie diese Person in der Gesellschaft der Stadt wahrgenommen wurde und welche Aufgaben sie täglich erfüllte.
Das Gebäude ist von außen jederzeit zu sehen und liegt zentral an der Stadtmauer, was es leicht zu finden macht. Besucher sollten beachten, dass die Innenbereiche begrenzte Öffnungszeiten haben und der Zugang zu einigen Bereichen je nach Erhaltungszustand eingeschränkt sein kann.
Im Inneren des Hauses ist eine sogenannte Schwarzküche rekonstruiert worden, eine Küche ohne Schornstein, die zeigt, wie Menschen in der Zeit vom 17. bis 19. Jahrhundert kochten. Diese authentische Nachbildung mit Originalausstattung vermittelt einen unmittelbaren Eindruck vom alltäglichen Leben in früheren Zeiten.
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