Bernau bei Berlin, Mittelalterliches Zentrum in Brandenburg, Deutschland
Bernau bei Berlin ist eine Stadt im Landkreis Barnim in Brandenburg, etwa 10 km nordöstlich der Berliner Stadtgrenze gelegen. Fachwerkhäuser säumen die Altstadt innerhalb der erhaltenen Stadtbefestigung, während Wohnsiedlungen und Industriegebiete sich außerhalb der alten Mauern ausbreiten.
Im 13. Jahrhundert als Siedlung gegründet, erhielt der Ort bald darauf das Stadtrecht und entwickelte sich zu einem Handels- und Handwerkszentrum. Im Zweiten Weltkrieg erlitt die Stadt schwere Schäden durch Luftangriffe und Bodenkämpfe, doch viele Teile der mittelalterlichen Befestigung blieben erhalten.
Der Name leitet sich von einem slawischen Begriff für sumpfiges Gelände ab, wobei das Zentrum heute einen trockenen Platz mit gepflasterten Straßen und Fachwerkhäusern bietet. An Markttagen kommen Händler aus der Umgebung und verkaufen ihre Waren vor der Kulisse der alten Stadtmauer, während Besucher durch die engen Gassen zwischen den historischen Gebäuden schlendern.
Die S-Bahn-Linie S2 verbindet das Zentrum direkt mit dem Berliner Hauptbahnhof, wobei die Fahrt etwa 30 Minuten dauert. Zu Fuß lässt sich die Altstadt innerhalb der Mauern in weniger als einer Stunde erkunden, was einen entspannten Rundgang ermöglicht.
Ein Teil der Stadtmauer zeigt noch heute Spuren von Kanonenkugeln aus dem Dreißigjährigen Krieg, die in den Mauersteinen stecken geblieben sind. Im Henkerturm am südlichen Ende der Befestigung lebten jahrhundertelang die städtischen Scharfrichter, die heute als Museum besichtigt werden können.
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