Deserteurdenkmal, Gedenkstätte am Appellhofplatz, Köln, Deutschland
Das Denkmal für Deserteure und Opfer der NS-Militärjustiz steht auf dem Appellhofplatz und wurde vom Gestalter Ruedi Baur entworfen, mit mehreren Tafeln, die Informationen über die Verfolgten zeigen. Die Installation dokumentiert systematisch die Namen und Schicksale derer, die in diesem Areal hingerichtet wurden.
Das Gelande war einst Standort des Klingelpütz-Gefangnisses, in dem die Nazi-Militarjustiz zwischen 1933 und 1945 Hunderte von Menschen hinrichtete. Das Denkmal selbst wurde 2009 errichtet, um diese dunkle Geschichte endlich sichtbar und erinnerbar zu machen.
Das Denkmal würdigt Menschen, die sich dem Kriegsdienst widersetzten und dafür mit ihrem Leben zahlten. Besucher erkennen heute an dieser Stelle eine Gesellschaft, die solchen Widerstand endlich anerkennt.
Das Denkmal befindet sich im Zentrum Kolns in der Altstadt-Nord und ist das ganze Jahr über frei zugänglich. Die Informationstafeln sind lesbar angebracht und der Ort lädt dazu ein, in Ruhe innezuhalten und zu reflektieren.
Unter den dokumentierten Opfern befanden sich nicht nur Soldaten, die sich weigerten zu kämpfen, sondern auch Zivilisten, die wegen Kritik am Regime verurteilt wurden. Diese Vielfalt der Verfolgten zeigt die brutale Reichweite der damaligen Militarjustiz.
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