Inselstraße 17, Architektonisches Denkmal im Stadtteil Pempelfort, Düsseldorf, Deutschland.
Die Inselstraße 17 ist ein 1897–98 vom Architekten Josef Kleesattel für den Richter Hugo Lenzberg errichtetes neugotisches Gebäude, das heute das Standesamt der Stadt beherbergt. Die fünfachsige Schaufassade hat zwei Eingänge, einen Erker und einen Balkon; die Fenster schließen mit Kielbögen, die Krabben, Fialen und eine Kreuzblume mit dem Baudatum tragen.
Die Inselstraße 17 wurde von 1897 bis 1899 nach einem Entwurf des Architekten Josef Kleesattel aus dem Jahr 1891 als Wohnhaus des Amtsrichters Hugo Lenzberg erbaut, der auch Bauherr war. Lenzberg wurde später Senatspräsident am Oberlandesgericht und veranstaltete in seinem Haus Konzerte und Treffen mit den Komponisten Max Reger und Hans Pfitzner. Seine Witwe Anna Lenzberg, geborene Beer, und die Kinder wurden wegen ihrer jüdischen Herkunft verfolgt; sie starb am 20. Juli 1942, einen Tag vor der geplanten Deportation vom Güterbahnhof Derendorf nach Theresienstadt. Von März 2006 bis Februar 2007 restauriert, beherbergt das Gebäude seitdem das Standesamt.
Seit 2007 beherbergt das Haus wieder das Düsseldorfer Standesamt, sodass standesamtliche Trauungen in den Räumen einer neugotischen Villa stattfinden. Kulturell geprägt wurde es von Hugo Lenzberg, der hier Konzerte veranstaltete und Komponisten wie Max Reger und Hans Pfitzner empfing. Im Garten stand die Skulpturengruppe Die Jahreszeiten von Cornelius Andreas Donett, die sich heute im Stadtmuseum befindet.
In der Inselstraße 17 befindet sich heute das Standesamt der Stadt; das Innere sehen meist nur die Brautpaare, die hier heiraten, während die neugotische Fassade mit fünf Achsen, zwei Eingängen und Maßwerkbrüstung frei von der Straße aus zu betrachten ist. Von März 2006 bis Februar 2007 wurde das Gebäude restauriert.
Im Garten stand vor dem Bau des Hauses die Skulpturengruppe Die Jahreszeiten von Cornelius Andreas Donett, die zur Thomashoffschen Milchkuranstalt Inselstraße 15 gehörte; heute befindet sie sich im Stadtmuseum. Ein Sandsteinporträt von Bernhard Sopher ersetzte die Bronzebüste Hugo Lenzbergs von Arno Breker aus dem Jahr 1930, die 2007 von Metalldieben entwendet wurde.
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