Drosselgasse, Fußgängerzone in Rüdesheim am Rhein, Deutschland
Die Drosselgasse ist eine schmale Gasse in Rüdesheim am Rhein, die sich über 144 Meter zwischen Fachwerkhäusern erstreckt. Links und rechts reihen sich Weinstuben, Gasthäuser und kleine Läden aneinander, während das Kopfsteinpflaster sich sanft vom Ortskern zum Rheinufer hinabsenkt.
Im 15. Jahrhundert nutzten Schiffer die Gasse als Verbindung zwischen ihren Häusern und den Anlegestellen am Rhein. Während der Aufbauzeit nach dem Zweiten Weltkrieg verwandelte sich die alte Handwerkerstraße in eine Ausgehmeile für Touristen.
Der Name geht auf das mittelhochdeutsche Wort für Rinne oder Wasserrinne zurück, da hier früher Regenwasser zur Uferseite floss. Heute hören Gäste durch die offenen Türen der Weinstuben den Klang von Schifferklavier und Gesang, während sie zwischen den Häusern hindurchgehen.
Wegen der geringen Breite von nur zwei Metern wird es bei starkem Besucherandrang schnell eng. Tagsüber ist der Durchgang oft überfüllt, während am späten Nachmittag etwas mehr Platz zum Umherschlendern bleibt.
Auf der gesamten Länge gibt es kein einziges Wohnhaus, sondern nur gastronomische Betriebe und Souvenirläden in jedem Gebäude. Diese lückenlose gewerbliche Nutzung hat sich über Jahrzehnte ohne Unterbrechung erhalten.
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