Klappbrücke Heiligenstedten, über die Stör führende Straßenbrücke in Heiligenstedten
Die Klappbrücke Heiligenstedten ist eine bewegliche Straßenbrücke über die Stör in der Gemeinde Heiligenstedten, bestehend aus drei Stahlbetonabschnitten, von denen der mittlere motorisch angehoben werden kann. Die feste Konstruktion ist täglich in Betrieb und ermöglicht es, die Straße für Schiffe frei zu machen.
Die erste Brücke an dieser Stelle wurde bereits 1392 gebaut, später folgte 1442 eine Holzbrücke, die 1777 zur Klappbrücke umgebaut wurde. Die aktuelle Konstruktion wurde 1967 errichtet, nachdem die historische Holzklappbrücke 1966 durch eine Schiffskollision zerstört worden war.
Die Klappbrücke prägt das Dorfwappen von Heiligenstedten und symbolisiert die Verbindung zwischen Land und Wasser. Sie zeigt, wie die Bewohner seit Jahrhunderten mit dem Fluss Stör leben und diese Überquerung als zentrales Element ihrer Identität bewahrt haben.
Die Brücke liegt zentral in Heiligenstedten an der Straße Brückenstraße und ist leicht mit dem Auto oder dem Fahrrad zu erreichen. Der Ort ist klein und übersichtlich, sodass Besucher die Brücke und das daneben stehende Brückenwärterhaus aus dem 19. Jahrhundert problemlos zu Fuß erkunden können.
Die Holzklappbrücke, die der heutigen Konstruktion vorausging, war die letzte gebührenpflichtige Brücke in Deutschland und sammelte seit 1661 Überfahrtszölle ein, die die Bewohner für die Benutzung zahlen mussten. Das Geld wurde mit einem sogenannten Klingelbeutel von einem Brückenwärter eingezogen.
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