Riesending-Schachthöhle, Höhlensystem in Bischofswiesen, Deutschland
Das Riesending ist ein Höhlensystem im Untersbergmassiv bei Bischofswiesen, das sich über fast 20 Kilometer durch den Fels zieht und bis zu 1149 Meter in die Tiefe reicht. Die Gänge verlaufen durch verschiedene Gesteinschichten und bilden ein komplexes Netzwerk aus Schächten und horizontalen Passagen, die teilweise nur wenige Meter breit sind.
Höhlenforscher aus Bad Cannstatt entdeckten den Eingangsschacht im Herbst 1996 während einer Erkundung des Hochplateaus oberhalb von Bischofswiesen. Die nachfolgenden Expeditionen legten über Jahre hinweg immer tiefere Bereiche des Systems frei und erweiterten das bekannte Netzwerk kontinuierlich.
Der Name des Hohlensystems stammt von einem Ausruf eines Entdeckers, der beim ersten Blick in den Eingang spontan reagierte und damit die enorme Dimension des Fundes ausdrückte. Die regionale Bezeichnung beschreibt treffend das Gefühl, vor einer außergewöhnlich großen natürlichen Struktur zu stehen, die sich tief in den Berg hinein erstreckt.
Das Höhlensystem ist ausschließlich für erfahrene Höhlenforscher mit technischer Ausrüstung zugänglich und liegt auf einem abgelegenen Hochplateau. Die Wetterbedingungen im Gebirge können sich schnell ändern, daher sollten Planungen für Expeditionen immer ausreichend Zeitreserven einkalkulieren.
Vom Einstiegspunkt auf 1843 Metern Höhe führt eine Abfolge senkrechter Schächte ohne größere Unterbrechung 450 Meter tief in den Berg hinab. Die Temperatur im gesamten Höhlensystem schwankt das ganze Jahr über nur zwischen 1,5 und 5 Grad Celsius bei konstant hoher Luftfeuchtigkeit.
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