Edo-Wiemken-Denkmal, Grabmal in Jever, Deutschland
Das Edo-Wiemken-Grabmal in der Stadtkirche Jever ist ein weißes Marmorsarkophag mit Verzierungen, das unter einem zweistöckigen Holzbaldachin ruht. Die Struktur wird von geschnitzten Säulenfiguren getragen, die das Ganze in der Kirche prägen.
Maria von Jever ließ den Chor der Stadtkirche zur Grabkapelle für ihren Vater Edo Wiemken den Jüngeren umbauen, den letzten männlichen Regenten der Herrschaft Jever, und dort von 1561 bis 1564 das Grabmal errichten. Geschaffen wurde es von Heinrich Hagart, einem Schüler von Cornelis Floris II. aus Antwerpen. Eine Steinmauer umschloss es später und bewahrte es vor den Bränden von 1728 und 1959.
Die Holzarbeiten zeigen figürliche Darstellungen, die verschiedene menschliche Tugenden verkörpern und den Rang des Verstorbenen unterstreichen. Diese Schnitzereien wurden von einem Künstler aus dem Antwerpener Kulturkreis gestaltet und prägen bis heute das Aussehen des Monuments.
Das Monument ist während der Öffnungszeiten der Kirche frei zugänglich und kann ohne Anmeldung besichtigt werden. Die Kirche liegt zentral in Jever und ist zu Fuß leicht erreichbar.
Das Grabmal ist ein Kenotaph: Die sterblichen Überreste Edo Wiemkens liegen in einer Kammer unter dem Marmorsarkophag. Am 5. Juni 2025 wurde die Gruft erstmals nach 140 Jahren geöffnet; vermutet wird dort die Grabstätte von Maria von Jever.
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