Schlachtmühle, Windmühle in Jever, Deutschland
Die Schlachtmühle ist ein 1847 erbauter Galerieholländer nahe dem alten Hafen Jever, der Schlachte. Auf dem gemauerten Unterbau sitzt ein hölzerner, reetgedeckter Achtkant mit umlaufender Galerie, vier Flügeln und einer Windrose. Mühle und angrenzende Scheune dienen heute als Museum: In der Scheune steht ein Landwirtschaftsmuseum, bei Führungen erklären Müller die Funktionsweise der Mühle.
1722 wurde östlich des Alten Hafens von Jever eine Mühle genehmigt, die im Oktober 1732 abbrannte und im Jahr darauf wieder aufgebaut wurde. Ende des 18. Jahrhunderts verarbeitete sie vor allem Roggen und Weizen. Wegen Baufälligkeit wurde sie 1846 abgerissen; unmittelbar daneben entstand die heutige Schlachtmühle, die 1847 fertiggestellt wurde. Von 2000 bis 2002 förderte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz ihre Sanierung, seit 2012 verwaltet das Schlossmuseum Jever die Mühle.
Die Mühle zeigt die Bedeutung der Getreideverarbeitung in dieser Region und wie Menschen hier früher von solchen Handwerksbetrieben lebten. Besucher können sehen, wie die tägliche Arbeit mit Getreide abgelaufen ist und welche Rolle die Mühle im Leben der Gemeinde spielte.
Die Mühle und die angrenzende Scheune verwaltet seit 2012 das Schlossmuseum Jever. Die Mühle selbst kann besichtigt werden, zudem werden Führungen angeboten, bei denen Müller die Funktionsweise erläutern; in der Mühlenscheune befindet sich ein Landwirtschaftsmuseum mit Maschinen und Werkzeugen. Das Gelände liegt nahe dem alten Hafen, der Schlachte, das Hooksieler Tief verläuft unmittelbar nördlich der Mühle.
Das Gebäude zeigt eine seltene Bauweise für diese Region, bei der die Konstruktion vollständig aus Holz gefertigt wurde. Diese Bauart war weniger verbreitet als andere Mühlentypen und macht dieses Exemplar unter Fachleuten bemerkenswert.
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