Eduard-Müller-Krematorium, Modernes Architekturkrematorium in Delstern, Deutschland
Das Eduard-Müller-Krematorium zeigt eine kubische Struktur mit monumentalem Design, einem Vorhof mit sechs Säulen und einem turmartigen Schornstein. Das Gebäude präsentiert sich als kompakt gestalteter Bau mit klarer geometrischer Form und wird durch diese architektonischen Merkmale geprägt.
Ein erster Entwurf von 1905 galt der Hagener Bevölkerung als malerisch und unpassend für die moderne, nüchterne Vorstellung der Feuerbestattung. Peter Behrens entwarf daraufhin einen schlichten, geradlinigen Bau, der von 1906 bis 1908 am Hang des Friedhofs Delstern entstand und nach Eduard Müller, dem Vorsitzenden des Hagener Feuerbestattungsvereins, benannt ist. Obwohl 1907 fertiggestellt, konnte er erst nach der Legalisierung der Feuerbestattung 1911 in Betrieb gehen und war das erste Krematorium in Preußen.
Der Innenraum zeigt eine Apsis mit goldenem Mosaik von Emil Rudolf Weiss und eine Galerie mit Orgeln für Gedenkfeiern. Diese Ausstattung schafft einen würdevollen Rahmen für Abschiedsfeiern und spiegelt die Bedeutung des Ortes als Gedenkstätte wider.
Das Gebäude verfügt über einen modernen Abschiedsraum, der 2016 von den Architekten Jutta Heinze und Giacomo Riggio für zeitgenössische Gedenkfeiern umgestaltet wurde. Besucher finden hier einen durchdachten Raum vor, der für verschiedene Arten von Trauerfeiern genutzt wird.
Auf dem Friedhof Delstern um das Krematorium liegt das Grab des Malers Christian Rohlfs, geschmückt mit einem schlichten Stein von Ewald Mataré und einer Bronze des lehrenden Christus von Ernst Barlach. Daneben liegen Ehrengräber Hagener Persönlichkeiten wie Jürgen von Manger und Eugen Richter.
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