Villa Cuno, Denkmalgeschütztes Anwesen in Eppenhausen, Deutschland.
Villa Cuno ist ein Wohngebäude in Hagen-Eppenhausen mit einer halbkreisförmigen zentralen Projektion und schmalen, hohen Fenstern, die ein Treppenhaus im Inneren beleuchten. Das Haus prägt mit seiner klaren Kubusform und sachlich gestalteten Oberflächen das Erscheinungsbild seiner Umgebung.
Der Architekt Peter Behrens entwarf dieses Wohnhaus 1909 für Willy Cuno, den Bürgermeister von Hagen, was eine Umbruchphase in der deutschen Baukunst markierte. Das Haus entstand in einer Zeit, als etablierte Stile neuen Gedanken wichen und sich die Architektur neu erfand.
Das Gebäude zeigt Merkmale der frühen Moderne mit klaren Formen und einer sachlich gestalteten Fassade, die die damalige Neuausrichtung der Architektur widerspiegelt. Diese Gestaltungsweise war für wohlhabende Haushalte in dieser Zeit beispielhaft und zeigt, wie moderne Ideen in Wohnhäuser einflossen.
Das Haus befindet sich heute in Eppenhausen und wird als Kindergarten genutzt, was zeigt, wie historische Gebäude für moderne Zwecke umgearbeitet werden können. Besucherinnen und Besucher sollten beachten, dass das Haus einen privaten Ort mit begrenztem Zugang darstellt.
Walter Gropius verließ das Projekt nicht: Er war unter Peter Behrens als Bauleiter tätig und überwachte 1909/10 die Ausführung der Villa. Das Gebäude bezeugt damit die frühe Zusammenarbeit der beiden, bevor Gropius ein eigenes Büro eröffnete.
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