Kanzlerbungalow, Bundesresidenz in Bonn, Deutschland
Der Kanzlerbungalow ist ein denkmalgeschütztes Einfamilienhaus im Bonner Stadtbezirk, das als Wohn- und Empfangsgebäude für deutsche Regierungschefs diente. Das eingeschossige Bauwerk zeigt große Glasflächen, flache Dächer und einen direkten Übergang zwischen Innen- und Außenbereich durch Terrassen und Gartenanbindung.
Das Gebäude entstand 1964 nach Plänen des Architekten Sep Ruf und wurde bis zur Verlegung der Regierung nach Berlin im Jahr 1999 genutzt. Fünf Bundeskanzler bewohnten das Haus während der Bonner Hauptstadtzeit und empfingen dort nationale wie internationale Gäste.
Der Name verweist auf die offizielle Funktion des Gebäudes, während Besucher heute die typische Raumaufteilung der 1960er Jahre nachvollziehen können. Die Möbel und Einrichtungsgegenstände zeigen, wie sich das Repräsentationsbedürfnis der jungen Bundesrepublik mit den damaligen Wohnvorstellungen verband.
Das Haus der Geschichte bietet sonntags um 14 und 15 Uhr Führungen durch das Gebäude an, während Gruppenbesuche an Dienstagen, Freitagen und Samstagen möglich sind. Die Räume sind über ebenerdige Zugänge erreichbar, wobei sich das gesamte Anwesen auf einer Ebene befindet.
Der Garten war im Juni 1989 Schauplatz von Gesprächen zwischen Bundeskanzler Helmut Kohl und dem sowjetischen Staatschef Michail Gorbatschow über die deutsche Wiedervereinigung. Die Architektur folgt dem Prinzip der Horizontalen und verzichtet bewusst auf Repräsentationsbauten früherer Epochen.
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