Villa Spiritus, Geschützte Villa im Stadtteil Gronau, Bonn, Deutschland.
Die Villa Spiritus ist eine Villa am Ende der Kaiser-Friedrich-Straße im Bonner Ortsteil Gronau, die 1896/97 nach einem Entwurf der Kölner Architekten Alfred Müller und Otto Grah errichtet wurde. Das Hauptgebäude hat jeweils zwei Voll- und Dachgeschosse und wird von einem Turm überragt. Die Fassaden sind mit Weiberner Tuffstein verkleidet; der Giebel an der Rheinseite ist geschweift und zeigt barocke Formen, das Maßwerk um die Erkerfenster und die Terrasse ist neugotisch, das hofseitige Eingangsportal mit Pilastern und Medaillons ist in Renaissanceformen gehalten, am Turm finden sich gotische Bogenfriese.
Die Villa Spiritus wurde 1896/97 für den Bonner Oberbürgermeister Wilhelm Spiritus nach Plänen der Kölner Architekten Alfred Müller und Otto Grah errichtet, als erstes Haus an der damals noch im Bau befindlichen Kaiser-Friedrich-Straße. 1919 beschlagnahmten französische Besatzungstruppen das Anwesen, 1933/34 wurde es zu drei Einzelwohnungen umgebaut. Von 1945 bis 2011 nutzten die Britischen Streitkräfte die Villa, zunächst als Verbindungsstab zum Parlamentarischen Rat, später als Sitz ihrer Verbindungsorganisation; 1956 erwarb der Bund das Gebäude.
Die Villa trägt den Namen von Wilhelm Spiritus, Bonner Oberbürgermeister von 1891 bis 1919, der sie als Wohnhaus für seine Familie errichten ließ; auch das unten liegende Rheinufer, das Wilhelm-Spiritus-Ufer, ist nach ihm benannt. Über dem hofseitigen Eingang hängt sein Wappen mit Stechhelm und Preußischem Adler, an der Rheinseite das Wappen der Stadt Bonn mit Bügelhelm. Seit 2012 wird das Gebäude privat als Wohnhaus genutzt.
Die Villa ist in Privatbesitz und nicht zu besichtigen; 2012 wurde sie für eine Wohnnutzung verkauft und anschließend unter denkmalamtlicher Begleitung saniert. Öffentlich zugänglich ist der breite, denkmalgeschützte Treppenaufgang neben dem Haus hinunter zum Wilhelm-Spiritus-Ufer am Rhein. Das Gebäude liegt am Ende der Kaiser-Friedrich-Straße, gegenüber dem Bundeskartellamt und der Villa Hammerschmidt.
Die Villa ist nicht öffentlich zugänglich: Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben verkaufte sie 2012 zur privaten Wohnnutzung, anschließend wurde sie unter denkmalamtlicher Begleitung saniert. Der frühere Dachboden wurde als Loftwohnung mit neuen Fenstern eingerichtet und dient inzwischen als Büro. Ein breiter, ebenfalls denkmalgeschützter öffentlicher Treppenaufgang führt bei der Villa hinunter zum Wilhelm-Spiritus-Ufer am Rhein.
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