Herrenkrug-Eisenbahnbrücke, Eisenbahnbrücke mit Fachwerk in Magdeburg, Deutschland.
Die Herrenkrug-Eisenbahnbrücke überspannt die Elbe bei Stromkilometer 329,56 der Bahnstrecke Berlin–Magdeburg. Der rund 680 m lange, zweigleisige Neubau nördlich der Brücke von 1873 wurde am 14. November 1979 in Betrieb genommen und hat über dem Strom fünf stählerne Fachwerköffnungen: 135,1 m im Mittelfeld und 85,5 m in den vier Seitenfeldern. Das östliche Vorland überquert eine 204,94 m lange Deckbrücke mit Blechträgern.
Die erste Brücke entstand 1869 bis 1872 bei der Neutrassierung der Berlin–Magdeburger Strecke für den neuen Magdeburger Hauptbahnhof und wurde am 15. Mai 1873 in Betrieb genommen. In den 1910er Jahren nutzten bis zu 125 Zugpaare täglich das Bauwerk. Am 18. April 1945 sprengten deutsche Truppen die Brücke; am 12. März 1946 war sie wieder befahrbar. Der rund 680 m lange Neubau nördlich der alten Brücke wurde am 14. November 1979 in Betrieb genommen.
Die Brücke liegt an der Bahnstrecke Berlin–Magdeburg und war lange eine der wichtigsten Elbquerungen im Ost-West-Eisenbahnverkehr; in den 1910er Jahren nutzten bis zu 125 Zugpaare täglich das Bauwerk. Ihren Namen trägt sie nach dem östlich gelegenen Stadtteil Herrenkrug. Der Neubau von 1979 verläuft parallel zur alten Brücke von 1873, deren fünf Hauptöffnungen von 62,8 m Stützweite als Schwedlerträger ausgeführt waren.
Die Brücke trägt die Bahnstrecke Berlin–Magdeburg bei Stromkilometer 329,56 über die Elbe, das östliche Ende liegt bei Streckenkilometer 137,370; die Züge fahren mit bis zu 100 km/h, es handelt sich also um ein Bahnbauwerk, nicht um einen Fußweg. Die Fahrrinne verläuft unter dem stählernen Fachwerk, das bei höchstem schiffbarem Wasserstand 6,14 m Durchfahrtshöhe lässt. Die fünf Pfeiler über dem Elbeflutgelände wurden von April bis September 2021 neu errichtet.
Der Neubau von 1979 verläuft nördlich parallel zur Brücke von 1873. Seine fünf Elbeöffnungen bilden ein pfostenloses Stahlfachwerk mit unten liegender Fahrbahn; die Gleise sind ohne Schotterbett direkt auf der Unterkonstruktion befestigt, bei einem Gleisabstand von 4,25 m.
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