Marstall, Mittelalterliches Stallgebäude in Lübeck, Deutschland.
Das Marstall ist ein Backsteingebäude aus der Gotik, das in der Nähe der Großen Burgstraße steht und typische Merkmale der norddeutschen mittelalterlichen Bauweise zeigt. Der Bau besteht aus massiven Mauern und verfügt über mehrteilige Fenster sowie Bögen, die für sakrale und weltliche Bauten dieser Zeit üblich waren.
Das Gebäude war im Mittelalter der zentrale Stall für Pferde des Adels und unterstützte den Transport und die Handelstätigkeit während der Zeit der Hanse. Mehrere Phasen des Umbaus und der Erweiterung über die Jahrhunderte hinweg zeigen, wie die Stadt den Bau an ihre wechselnden Anforderungen anpasste.
Das Gebäude spiegelt die mittelalterliche Stadtorganisation wider und zeigt, wie Lübeck seine Ressourcen verwaltete und seine Position als Handelszentrum behauptete. Die Struktur vermittelt einen Eindruck von der Bedeutung, die Pferdetransport und Lagerhaltung für das damalige Geschäftsleben hatten.
Das Gebäude liegt in der historischen Altstadt, leicht zu Fuß vom Marktplatz aus erreichbar über die gepflasterten Straßen der mittelalterlichen Gasse. Der Ort lässt sich am besten am Nachmittag besuchen, wenn die Sonne auf die Backsteinfassade fällt und die Details der Gotik besser sichtbar werden.
Archäologische Ausgrabungen an diesem Ort decken auf, dass der Untergrund über Generationen hinweg mehrfach umgebaut wurde, was man noch an den unterschiedlichen Mauerstrukturen unter der Erde sehen kann. Diese Schichten erzählen von den verschiedenen Phasen des mittelalterlichen Lübeck und wie sich die Stadt entwickelt hat.
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