Hubbrücke, Stahlbrücke für Fußgänger in Lübeck, Deutschland
Die Hubbrücke ist eine Stahlbrücke in Lübeck mit drei getrennten Fahrbereichen: einer für Eisenbahnverkehr, einer für Straßenfahrzeuge und einer für Fußgänger über den Elbe-Lübeck-Kanal. Die Konstruktion verbindet mehrere Verkehrsarten in einem Bauwerk, wobei die Fußgängersektion dauerhaft angehoben bleibt.
Das Bauwerk entstand zwischen 1896 und 1900 und wurde 1900 von Kaiser Wilhelm II. offiziell eröffnet. Diese Brücke prägte die Infrastruktur Lübecks am Beginn des 20. Jahrhunderts und ermöglichte neue Verbindungen über den Kanal.
Der Name Hubbrücke stammt vom Huben, einem alten Hafenviertel, das sich in der Nähe befindet. Der neo-gotische Backsteinturm auf der Südseite prägt das Erscheinungsbild und zeigt die Architektursprache der Wilhelminischen Zeit.
Die Fußgängersektion kann jederzeit betreten werden, während die Schienen- und Straßenteile für den Schiffsverkehr angehoben werden können. Besucher sollten beachten, dass diese Vorgänge die Überquerung kurzzeitig beeinträchtigen können, aber der Durchgang bleibt für Fußgänger immer nutzbar.
Der Hubmechanismus nutzt ein System aus Elektromotoren und einer Glycerin-Wasser-Mischung, um die Fahrbereiche anzuheben. Die Konstruktion erforderte etwa 50.000 Nieten, was für die Ingenieurtechnik der damaligen Zeit bemerkenswert war.
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