Eisenbahnbrücke Ingolstadt, Eisenbahnbrücke aus Verbundstahl in Ingolstadt, Deutschland
Die Eisenbahnbrücke Ingolstadt führt die Bahnstrecke München–Treuchtlingen auf drei parallelen Überbauten über die Donau: zwei ältere Fachwerkbrücken mit parallelen Gurten im Osten und eine 1999–2001 errichtete Stahlbetonverbund-Trogbrücke im Westen. Das 184 m lange Bauwerk hat Stützweiten von 13,42, 19,00, 22,30, 55,15, 54,72 und 19,50 m, die Pfeiler sind vier bis sechs Meter hoch. Am Rand des Trogs verlaufen stählerne Längsträger mit variabler Konstruktionshöhe wellenförmig und erwecken den Eindruck von Segeln.
Die erste Eisenbahnbrücke entstand 1868/1869 für die Strecke München–Gunzenhausen nach einem Entwurf von Heinrich Gerber als drei eiserne parallelgurtige Fachwerkträger mit je 53,9 m Stützweite; 1922 wurde sie erneuert. Zwischen 1999 und 2001 kam ein dritter Überbau hinzu, ein 184,09 m langer Stahlbetonverbund-Trog, eine von vier großen Eisenbahnbrücken des Streckenneubaus zwischen 1998 und 2006. Ein Plan von 1992 für eine dreigleisige Spannbetonbrücke zu 20 Millionen DM scheiterte am Streit zwischen DB und Stadt über Lage und Entwurf.
Die Brücke trägt die Bahnstrecke München–Treuchtlingen; seit Dezember 2006 verkehrt der Großteil der Fernzüge zwischen München und Nürnberg hier. Das östliche Gleis ist Güter- und einzelnen Regionalzügen vorbehalten, das westliche nimmt in der Regel Personenzüge aus Richtung Nürnberg und Treuchtlingen auf.
Der Standort ist am besten vom Flussweg aus sichtbar, wo Fußgänger die Struktur von unten betrachten können. Die Umgebung ermöglicht freien Zugang zur Ufergegend, ideal zum Fotografieren und Erkunden der Konstruktion.
Die zwischen 1999 und 2001 errichtete dritte Brücke kostete 2,5 Millionen Euro und war 2006 einer von sechs Nominierten für den Deutschen Brückenbaupreis. Die stählernen Längsträger am Rand des Trogs haben eine wellenförmige Oberkante, die dem Lastverlauf folgt und den Eindruck von Segeln erweckt.
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