Rest Home Projekt, Quäker-Unterstützungszentrum in Falkenstein, Deutschland
Das Rest Home Projekt war eine Zufluchtsstelle für verfolgte Menschen, untergebracht in einem Bereich des Hotels Frankfurter Hof mit Platz für fünf bis sechs Gäste gleichzeitig. Der Betrieb konzentrierte sich auf Unterstützung durch persönliche Betreuung und ein strukturiertes Tagesablauf mit festen Aktivitäten.
Die Einrichtung wurde im November 1933 von den britischen Quäkern Bertha Bracey und Helen Dixon gegründet und bot bis April 1939 Schutz für Verfolgte des NS-Regimes. Diese Gründung folgte dem wachsenden Druck auf Minderheiten in dieser Zeit und stellte eine direkte Reaktion auf diese Bedrängnis dar.
Der Ort war Ausdruck von Quäker-Überzeugungen, die Hilfe über Grenzen und Konflikte hinweg anboten. Besucher erlebten hier tägliche Gebetszeiten und gemeinsame Mahlzeiten, die Raum für innere Erholung und gegenseitige Unterstützung schufen.
Besucher sollten wissen, dass die Aufnahme auf persönliche Empfehlungen beruhte und ein Auswahlprozess zur Sicherheit durchgeführt wurde. Typische Aufenthalte dauerten etwa zwei Wochen und dienten der physischen und seelischen Erholung.
Ernst Reuter, der später Oberbürgermeister von West-Berlin wurde, zählte zu den vielen Personen, die hier vorübergehend Zuflucht fanden. Diese Tatsache zeigt, wie Ort in der Geschichte Nachkriegsdeutschlands einen stillen aber bedeutenden Platz hatte.
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