Stundeneiche, Historische Eichenstätte in Ludwigsfelde, Deutschland
Die Stundeneiche war eine alte Eiche, die Kilometer 82 der A10-Autobahn markierte, direkt zwischen Sicherheitsbarrieren auf der zentralen Reservierung der Berliner Ringstraße gelegen. Der Baum war über 150 Jahre lang an diesem Standort präsent und wurde schließlich 2004 entfernt, um sein Material künstlerisch weiterverarbeitet zu werden.
Der Baum wurde benannt, weil er die ungefähre Fahrtdauer von einer Stunde von Brandenburg nach Ost-Berlin markierte, eine wichtige Orientierungshilfe während der Zeit der Deutschen Demokratischen Republik. Seine Bedeutung als Zeitmarker für lange Reisen macht ihn zu einem Symbol der Verkehrsentwicklung und Geografie der Region.
Nach ihrer Entfernung 2004 verwandelte die Künstlerin Franziska Uhl den sechstonnigen Stamm in eine öffentliche Skulptur, die auf dem Marktplatz von Ludwigsfelde zu sehen ist. Das Material stammt direkt von diesem geschichtsträchtigen Baum und erzählt durch seine Präsentation im Stadtraum von seiner früheren Bedeutung.
Die Kunstinstallation, die den Baum ersetzt, besteht aus zwei Abschnitten, die mit halben Meter Abstand angeordnet sind und in der Nacht durch interne Beleuchtung hervorgehoben werden. Der Standort auf dem Marktplatz von Ludwigsfelde macht das Werk leicht zugänglich und lädt zum Verweilen im Stadtzentrum ein.
Der sechstonnige Stamm wurde speziell ausgehöhlt, um während der Nacht von innen heraus zu leuchten und so den Baum in einer neuen Weise zum Leben zu erwecken. Diese Beleuchtungstechnik verleiht dem Material eine völlig neue Präsenz und macht die Installation zu verschiedenen Tageszeiten unterschiedlich wahrnehmbar.
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