Schloss Schlatt unter Krähen, Renaissance-Schloss in Singen, Deutschland
Schloss Schlatt unter Krähen ist ein Renaissanceschloss bei Singen mit rechteckigem Grundriss, drei Geschoßen und vier achteckigen Ecktürmen, die von einem Giebeldach bekrönt werden. Die Architektur zeigt die klassische Formensprache dieser Epoche mit klaren Proportionen und geschossweise Gliederung der Fassaden.
Der Bau des Schlosses begann zwischen 1571 und 1574 unter Hans Ludwig von Bodman und erhielt seine endgültige Form erst 1623 nach mehreren Umgestaltungen. Die lange Bauphase spiegelt die Entwicklung des Renaissancestils in der Region und die verschiedenen Vorstellungen der beteiligten Bauherren.
Der Epitaph von Hans Werner von Reischach zeigt kunstvolle Schnitzarbeiten des Bildhauers Jörg Zürn aus der Zeit um 1610 und stammt ursprünglich aus der Klosterkirche Petershausen. Die Figur steht heute in der Eingangshalle und erzählt von der Verbindung dieser Adelsfamilie zu den geistlichen Institutionen der Region.
Das Schloss befindet sich heute in Privatbesitz der Familie von Reischach, daher sollten Besucher die Grundstücksgrenzen beachten und die angebrachten Zugangsregelungen respektieren. Von außen lässt sich die Architektur vom Wegesystem rund um das Anwesen aus studieren.
Die östliche Fassade bewahrt Reste von Renaissancemalereien, die während Restaurierungsarbeiten 1970 freigelegt wurden und originale Dekorationstechniken aus dieser Zeit zeigen. Diese Befunde geben seltene Einblicke in die künstlerische Ausstattung und Oberflächenbehandlung von Adelssitzen dieser Epoche.
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