Everstenmoor, Naturschutzgebiet in Oldenburg, Deutschland.
Das Everstenmoor ist ein 117,5 Hektar großes Naturschutzgebiet im Südwesten Oldenburgs an der Grenze zum Landkreis Ammerland und nördlich des Küstenkanals. Es schützt einen weitgehend unkultivierten Rest des ehemaligen Wildenlohmoores mit verlandenden Handtorfstichen, Rosmarinheide-Moorheiden und Birken-Kiefernmoorwäldern. Stärker entwässerte Bereiche im Osten wurden zu Grünland umgewandelt.
Das Gebiet wurde 1990 zum Naturschutzgebiet erklärt und später 2018 erweitert. Die Vergrößerung erfolgte, um die Grenzen mit Fauna-Flora-Habitat-Richtlinien abzugleichen.
Bauern stachen hier bis etwa 1960 Torf als Brennmaterial von Hand; danach wurde die Nutzung eingestellt und die Flächen sich selbst überlassen. Die alten Torfstiche, inzwischen verlandet, sind im Gelände noch zu erkennen. Seither beweiden Heidschnucken die Moorheide, und aufwachsende Birken werden entfernt, damit die offene Heide erhalten bleibt.
Man kann das Gebiet über markierte Wege erreichen, die von Kavallerieweg und Sandfurter Weg aus zugänglich sind. Besonders der Freesenweg bietet einen etablierten Wanderweg durch die Landschaft.
Im Gebiet leben Kreuzotter, Deutschlands einzige Giftschlange, außerdem Ringelnatter und Moorfrosch. Seit der Torfstich um 1960 endete, werden Heidschnucken eingesetzt, damit aufwachsende Birken die Moorheide nicht überwuchern.
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