Ernst-August-Stollen, Bergbaugalerie in Clausthal-Zellerfeld, Deutschland.
Der Ernst-August-Stollen ist ein unterirdischer Entwässerungsstollen im Oberharzer Bergbaurevier, der nahe Clausthal-Zellerfeld und Bad Grund verläuft. Der Stollen hat eine lichte Höhe von 2,5 Metern und eine Breite von 1,68 Metern und wurde gebaut, um das Grundwasser aus den umliegenden Bergwerken abzuleiten.
Der Bau des Stollens begann 1851 und wurde 1864 abgeschlossen, wobei gleichzeitig an sieben verschiedenen Stellen gearbeitet wurde. Er entstand, weil die Bergwerke im Oberharz tiefer wurden und das aufsteigende Grundwasser dringend abgeführt werden musste.
Der Ernst-August-Stollen ist Teil des Oberharzer Wasserregals, eines Systems von Teichen, Gräben und Stollen, das heute zum UNESCO-Welterbe gehört. Besucher können am Eingangsportal in Gittelde sehen, wie der Stollen in die Landschaft eingebettet ist und wie das Wasser noch immer durch ihn abfließt.
Das neugotische Eingangsportal in Gittelde ist der beste Ausgangspunkt für einen Besuch, und dort gibt es auch Informationstafeln zum Stollen. Eine Voranmeldung ist empfehlenswert, wenn man den Stollen von innen besichtigen möchte, da nicht alle Bereiche frei zugänglich sind.
Obwohl der Stollen seit über 150 Jahren nicht mehr für den aktiven Bergbau genutzt wird, leitet er noch immer Wasser aus dem Untergrund ab. Das Wasser, das heute durch ihn fließt, stammt größtenteils aus alten, längst aufgegebenen Schächten, die tief unter dem Harz verborgen liegen.
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