Kloster Friedenweiler, Kloster in Friedenweiler, Deutschland
Das Kloster Friedenweiler ist ein ehemaliges Frauenkloster auf der Baar, gegründet nach 1123 und aufgelöst 1802/08. Seine im 16. Jahrhundert erbaute Kirche St. Johannes Baptist wurde nach dem Brand vom 27. März 1725 von Peter Thumb im Innern barock neu gestaltet. Ein achteckiger hölzerner Turmaufsatz steht mittig auf dem First über dem Eingangsgiebel und birgt in einem Stahlglockenstuhl drei Bronzeglocken.
Das Frauenkloster entstand nach 1123, als die Abtei St. Georgen Friedenweiler in einem Gütertausch mit der Reichenau erwarb, und vor 1139, als eine Papsturkunde Innozenz’ II. die Zelle erstmals erwähnt. Es war ein dem St. Georgener Abt unterstelltes Benediktinerinnenpriorat unter Leitung einer magistra. 1570 zogen auf Wunsch des Grafen Heinrich VII. von Fürstenberg Zisterzienserinnen aus Lichtenthal in die leerstehenden Gebäude. 1802 wurde das Kloster säkularisiert und kam an die Fürstenberger.
Das Mittelbild des Hochaltars zeigt die Mariä Himmelfahrt und stammt von Georg Samuel Schilling. Der Altar war ein Geschenk der Abtei St. Georgen in Villingen, die bis 1810 bestand. Die Klosterkirche St. Johannes Baptist ist heute Pfarrkirche der Seelsorgeeinheit Friedenweiler-Eisenbach.
Das Gelände ist heute ein Alten- und Pflegeheim und nicht frei zugänglich, aber die Kirche kann bei besonderen Anlässen besucht werden. Es ist ratsam, sich vorher über die Öffnungszeiten für Besucher zu informieren, da der Zugang begrenzt ist.
Das Kloster war eng mit der mittelalterlichen Rodung im südöstlichen Schwarzwald verbunden, und diese Arbeit leisteten Nonnen, nicht Mönche. Eine Papsturkunde Innozenz’ II. von vor dem 14. April 1139 erwähnt erstmals die Klosterzelle Friedenweiler als St. Georgen unterstellt.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 92.892 Mitwirkenden weltweit.