Siegener Loch, Bergbausenkung am Rosterberg, Siegen, Deutschland
Das Siegener Loch ist ein Erdfall am Rosterberg, der im Februar 2004 entstand, als Bodensenkung mehrere Krater entlang der Gläserstraße schuf. Der Boden gab unter Wohngebäuden nach und beschädigte mehrere Häuser in diesem Bereich.
Der Erdfall entstand aus Hohlräumen der Grube Grethe, die seit dem 17. Jahrhundert Eisenerz und Kupfer förderte, bevor sie 1900 stillgelegt wurde. Die jahrtausendelange Ausbeutung des Untergrunds führte letztendlich zu dem Einsturz.
Das Loch zeigt die bergbauliche Vergangenheit Siegens, wo unter der Stadt mehrere verlassene Erzgruben liegen. Diese unterirdischen Hohlräume prägen bis heute das Verständnis der Menschen für ihre Stadt.
Der Ort ist schwer zugänglich, da die betroffene Wohnstraße teilweise abgesperrt bleibt und Sicherheitsmaßnahmen andauern. Besucher sollten sich der Nähe zu aktiven Stabilisierungsarbeiten bewusst sein.
Die Sanierungsarbeiten stießen auf etwa 1.700 Meter unterirdische Tunnel, deren Erkundung und Stabilisierung eine komplexe technische Herausforderung darstellte. Dabei musste eine große Menge Schutt aus den engen Bergbaugängen entfernt werden.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.