Forschungsreaktor Frankfurt, Kernforschungsreaktor im Universitätscampus, Frankfurt, Deutschland
Der Forschungsreaktor Frankfurt war eine Forschungsanlage an der Universität Frankfurt, ausgestattet mit Instrumenten für Experimente in Kernphysik und Strahlenstudien. Die Einrichtung bestand aus einem Reaktorkern, der von Graphit umgeben war und als Moderator für die Kernreaktionen diente.
Der Reaktor wurde 1958 durch eine Spende von Hoechst AG gegründet und gehörte zu den ersten Kernforschungsanlagen in der Bundesrepublik Deutschland. Die Anlage war ein Meilenstein in der Entwicklung der deutschen Atomforschung und wurde nach etwa zehn Jahren Betrieb stillgelegt.
Das Forschungsinstitut spielte eine wichtige Rolle in der Ausbildung von Wissenschaftlern und Ingenieuren in den 1960er Jahren. Die Einrichtung war damals ein Symbol für den wissenschaftlichen Fortschritt und die technologische Modernisierung Deutschlands nach dem Krieg.
Der Standort liegt auf dem Campus der Universität Frankfurt und ist üblicherweise für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Interessierte sollten sich direkt mit der Universität in Verbindung setzen, um Informationen über mögliche Besuche oder Führungen zu erhalten.
Der Reaktor war der zweite seiner Art in der Bundesrepublik und verdankt seine Existenz einem großzügigen finanziellen Beitrag der chemischen Industrie. Diese Unterstützung machte Deutschlands kernwissenschaftliche Forschung in den frühen Zeiten der Atomenergie möglich.
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