Willibaldsburg, Mittelalterliche Burg in Eichstätt, Deutschland.
Die Willibaldsburg ist eine um 1353 begonnene Spornburg auf dem Willibaldsberg, einem 464 m hohen Rücken über dem Altmühltal westlich der Eichstätter Altstadt. Die Anlage ist rund 420 m lang. Ihr langer Hauptbau trägt ein steiles rotes Ziegeldach und zwei hohe quadratische Ecktürme zur Talseite, links steht ein niedrigerer quadratischer Turm; davor springt eine mächtige, geböschte Steinbastion vor. Der Gemmingenbau, ab 1609 nach Plänen des Augsburger Stadtbaumeisters Elias Holl begonnen, erhielt ab 1629 unter Hans Alberthal und Martin Barbieri seine zweitürmige Fassade.
Der erste Befestigungsbau entstand um 1070 auf dem Hügel, wurde dann im 14. Jahrhundert unter den Fürstbischöfen grundlegend erweitert und zu ihrer Residenz umgebaut. Diese Umgestaltung machte die Burg zum wichtigsten Sitz der geistlichen Herrscher in der Region.
Der Name geht auf Willibald zurück, den ersten Bischof von Eichstätt (um 700 – um 787), der dem Berg seinen Namen gab. Unter Johann Konrad von Gemmingen beherbergte die Burg einen botanischen Garten, dessen Pflanzen der Gartenverwalter Basilius Besler 1613 im Hortus Eystettensis beschrieb. Der rekonstruierte Bastionsgarten folgt heute dieser Bepflanzung aus dem 17. Jahrhundert.
Die Burg ist auf Wegen über den Hügel zu Fuß erreichbar, und an einem halben Tag lässt sich der gesamte Komplex mit den Museen durchlaufen. Festes Schuhwerk ist ratsam, da es auf den alten Treppen und Wegen steil und uneben werden kann.
Der rekonstruierte Bastionsgarten der Willibaldsburg belebt den Hortus Eystettensis wieder, den Bischof Johann Konrad von Gemmingen nach 1595 anlegen ließ. Dessen Betreuer Basilius Besler veröffentlichte den Katalog 1613, mit Kupferstichen von Wolfgang Kilian. 1998 wurde der Garten neu eingeweiht.
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