Augustinerchorfrauenstift Marienstein, Augustinerkloster in Eichstätt, Deutschland.
Kloster Marienstein ist ein Augustiner-Konvent in Eichstätt mit einer Kirche, Wohngebäuden und Wirtschaftsräumen, die sich um einen Innenhof an der Rebdorfer Straße gruppieren. Die Anlage folgt dem klassischen Aufbau einer Klostergemeinschaft mit funktional angeordneten Bereichen für Gebet, Leben und Arbeit.
Das Kloster wurde 1460 gegründet und sollte ursprünglich Frauen aus dem Bürgertum aufnehmen, die ein geistliches Leben anstrebten. Im Laufe der Jahrhunderte entwickelte es sich zu einer etablierten Gemeinschaft, die durch politische Umbrüche wie den Dreißigjährigen Krieg geprägt wurde.
Die Kirche im Kloster zeigt spätgotische Kunstwerke und wird von Schwestern gepflegt, die hier ihr geistliches Leben gestalten. Der Altaraufbau mit seinen Heiligendarstellungen prägt das Innere und gibt einen Eindruck von der religiösen Praxis, die seit Jahrhunderten an diesem Ort gelebt wird.
Das Kloster liegt an der Rebdorfer Straße mit guten Zugängen zum Gelände, wo Besucher die Außenfassaden und den Garten in Richtung der Altmühl erkunden können. Die beste Aussicht auf die Gesamtanlage ergibt sich von der südlichen Seite, wo die Gärten den Fluss erreichen.
Die Aufzeichnungen der Priorin Klara Staiger während des Dreißigjährigen Krieges dokumentieren das alltägliche Leben in diesem Kloster in einer schwierigen Zeit. Ihre persönlichen Berichte sind ein seltenes Zeugnis für die Erfahrungen von Frauen in Klöstern während der großen regionalen Verwüstungen.
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