Hortus Eystettensis, Botanischer Garten in Eichstätt, Deutschland.
Der Bastionsgarten ist ein botanischer Garten am Fuß der Willibaldsburg in Eichstätt, Bayern, angelegt auf dem Gelände einer ehemaligen Festungsanlage. Die Beete sind nach den natürlichen Wachstumsphasen der Pflanzen geordnet, sodass sich das Bild des Gartens im Laufe der Jahreszeiten verändert.
Ein Fürstbischof ließ den Garten Ende des 16. Jahrhunderts anlegen, doch er wurde im Dreißigjährigen Krieg zerstört. Erst in den späten 1990er Jahren wurde das Gelände nach historischen Vorlagen neu gestaltet.
Der Name des Gartens verweist auf den Festungswall, auf dem das Schloss Willibaldsburg steht, und verbindet so die Gartenanlage mit der Geschichte der Stadt. Besucher können dort Pflanzen sehen, die seit Jahrhunderten in dieser Region angebaut wurden und deren Nutzung einst zum Alltag gehörte.
Der Garten ist von Frühjahr bis Herbst zugänglich und lässt sich zu Fuß gut erkunden, da die Wege flach und gut begehbar sind. Ein Besuch in den Sommermonaten lohnt sich besonders, wenn die meisten Pflanzen in voller Blüte stehen.
Die Pflanzensammlung des Gartens orientiert sich an einem botanischen Werk, das ein lokaler Gelehrter im Jahr 1613 verfasste und das zu den frühesten seiner Art zählt. Das Buch hält fest, welche Pflanzen damals in dieser Region bekannt waren, und bildet so die Grundlage für die heutige Auswahl.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.