Museum für Ur- und Frühgeschichte auf der Willibaldsburg, Museum in Eichstätt, Bayern, Deutschland
Das Museum für Ur- und Frühgeschichte Eichstätt ist ein Geschichtsmuseum auf der ersten Etage der Gemmingen-Gebäude auf der Willibaldsburg und zeigt die menschliche Besiedlung der Region von der Steinzeit bis ins Frühmittelalter. Die Ausstellung umfasst Knochenfunde von ausgestorbenen Großtieren wie Mammuts und Höhlenhyänen, Werkzeuge aus Stein, ein seltenes römisches Vermessungsinstrument namens Groma und Gegenstände aus der Merowingerzeit, alle in ihrer zeitlichen Abfolge angeordnet.
Das Museum wurde 1886 gegründet und dokumentiert die menschliche Präsenz in der Region über Jahrtausende hinweg, von den ältesten Spuren bis zur Christianisierung im Frühmittelalter. Die Sammlung zeigt, wie sich die Besiedlung entwickelt hat und wie äußere Einflüsse wie die römische Expansion und später die germanische Besiedlung die Region prägten.
Der Name des Museums bezieht sich auf die Urgeschichte und Frühgeschichte der Region, wobei die Sammlungen zeigen, wie Menschen über Jahrtausende hier gelebt haben. Die Ausstellung vermittelt durch echte Objekte einen direkten Eindruck davon, wie sich das tägliche Leben und die Handwerkstechniken von der Steinzeit bis zum Mittelalter entwickelt haben.
Das Museum befindet sich auf einem Hügel in der Willibaldsburg und ist über eine befahrbare Straße erreichbar, wobei Parkplätze in der Nähe des Schlosses vorhanden sind und bei Wochenenden auch Plätze unterhalb der Burg oder bei der Berufsschule etwa 400 Meter entfernt zur Verfügung stehen. Die Besichtigung ist selbstgeführt oder mit Führung möglich, letztere sollte über die Historische Gesellschaft Eichstätt vorgebucht werden.
Das Museum beherbergt die einzige Groma nördlich der Alpen, ein seltenes römisches Vermessungsinstrument, das Einblicke in die römische Landesvermessung und Verwaltung der Region gibt. Darüber hinaus wird ein detailliertes Modell des römischen Kastells Pfünz mit etwa 500 bemalten Miniaturfiguren ausgestellt, das das Leben um 200 n.Chr. darstellt.
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